Liebe Freund:innen des Hauses der Religionen,
einige von Ihnen haben sicherlich schon auf den Mai-Newsletter gewartet und sich gefragt, warum er nicht kam. Der Grund dafür ist, dass es im Team des Hauses eine Veränderung gegeben hat und ich diese Gelegenheit nutzen wollte, mich Ihnen direkt vorzustellen.
Mein Name ist Gülistan Ibrahim und ich freue mich sehr, Teil des Teams im Haus der Religionen zu sein. Ich komme aus dem pädagogischen Bereich und beschäftige mich seit vielen Jahren in unterschiedlichen Kontexten mit Fragen religiöser Vielfalt sowie des interreligiösen und interkulturellen Miteinanders.
Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf dem Ezidentum und der Sichtbarkeit religiöser Minderheiten in Deutschland. Dabei beschäftigen mich insbesondere Fragen der gesellschaftlichen Teilhabe und des Dialogs in einer vielfältigen Gesellschaft.
Das Haus der Religionen kenne und schätze ich bereits seit längerer Zeit. Besonders beeindruckt mich, dass hier Begegnung wirklich gelebt wird. Menschen mit unterschiedlichen religiösen und weltanschaulichen Hintergründen kommen miteinander ins Gespräch, hören einander zu und lernen voneinander. Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche Debatten oft von Unsicherheit und Distanz geprägt sind, empfinde ich solche Räume als besonders wertvoll.
An meiner Arbeit im Haus der Religionen reizt mich vor allem die Möglichkeit, Menschen zusammenzubringen, neue Perspektiven sichtbar zu machen und Bildungsarbeit aktiv mitzugestalten. Ich freue mich darauf, meine bisherigen Erfahrungen einzubringen und gemeinsam neue Ideen und Dialogformate zu entwickeln. Ebenfalls freue ich mich darauf, Sie persönlich kennenzulernen.
Eine erste Gelegenheit hierzu ergibt sich am 29. Mai, dem Europäischen Nachbarschaftstag. Seit einigen Jahren wird dieser Anlass in der Südstadt mit Aktivitäten begleitet, die die Menschen im Stadtteil näher zusammenbringen soll. Der Kirchentag hat im letzten Jahr den passenden Ort dafür hinterlassen: Die "Stadt des Friedens". Wo früher Hunde spielten, lädt nun ein Kunstprojekt dazu ein, zusammenzukommen und sich kennenzulernen. Sehr herzlich möchte ich, möchten wir Sie und alle Interessierten dazu einladen, ab 15:00 Uhr bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch zu kommen. Natürlich bietet dieser Anlass auch Gelegenheit, das Haus selbst und die multimediale Dauerausstellung zu besuchen.
