Wie man durch Recyclen der Hemmungen zum Erwachen kommt

    Termin
    Freitag, 4. - Sonntag, 6. August 2017
    Ort

    Buddhistischer Bund Hannover e.V., Drostestr. 8, 30161 Hannover

    Wochenende mit Shanti Rainer Strauch beim Buddhistischen Bund Hannover

    Freitag 19-21 Uhr: Vortrag
    Samstag 10 - 17, Sonntag 10 - 16 Uhr: Meditations-Praxistage mit Anleitung. Metta-Vipassana mit sanften Körperübungen

    Bei oberflächlicher Aufmerksamkeit keimen, wachsen und reifen die Hemmungen, bei gründlicher Aufmerksamkeit keimen, wachsen und reifen die Glieder des Erwachens.

    Die Auseinandersetzung mit unseren inneren Widerständen ist vielschichtig. Einerseits schützen uns Widerstände vor Reizüberflutung, emotionaler Überschwemmung und einer Gefährdung unseres Selbstbildes. Anderseits verengen sie unser Gewahrsein, drosseln unser Gefühlsleben und hindern unsere volle spirituelle Entwicklung. Die Arbeit mit Widerständen erfordert Unterscheidungsvermögen und einen behutsamen, liebevollen Umgang mit uns selbst. Der Buddha unterschied fünf Hemmungen, die auf je eigentümliche Weise unsere Wahrnehmung verzerren: Verlangen, Abwehr, Trägheit, Aufgeregtheit und skeptischer Zweifel. Zunächst gilt es, die Hemmungen zu erkennen und um ihr Wirken zu wissen. Durch geschickten Gebrauch von fünf Fähigkeiten, deren wichtigste die Achtsamkeit ist, können wir die Hemmungen zeitweilig außer Kraft setzen. Im umfassenden, offenen Gewahrsein schließlich wird die spezifische Energie der Hemmungen direkt recycelt. Die vormals bedrohlichen Einflüsse aus dem Unbewussten werden zu Energieströmen, die die Glieder des Erwachens nähren.

    Shanti Rainer Strauch ist ehemaliger Ingenieur für Regel- und Messtechnik. Er ordinierte 1972 zum Theravada-Bhikkhu und verbrachte einige Jahre als Mönch in Sri Lanka im Kalyani Yogarama Orden - ein schlichtes, zurückgezogenes Leben meist in Waldklöstern. Die Mönche gaben sich einer intensiven Meditationspraxis, Metta-Vipassana, hin. Shantis Hauptlehrer war Pandita Sri Nyanarama Maha Thera. Auf diesem Weg zurück in Deutschland begab er sich für ein 3/4 Jahr als buddhistischer Wandermönch durch Länder Südeuropas auf Wanderschaft. Ein Jahr später legte Shanti die Mönchsrobe wieder ab und kehrte in den Laienstand zurück, woraufhin eine intensive Praxis als Meditationslehrer zur Begleitung vieler Menschen auf ihrem spirituellen Weg folgte.

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